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In Deutschland und anderen wohlhabenden Ländern sehen wir in der Regel keine unbehandelten Klumpfüße mehr.

Anders in Afrika. Dort sieht man auch heute noch Menschen, die gestützt auf maroden Holzkrücken auf ihren Fußrücken laufen, in klapprigen Rollstühlen sitzen (wenn sie Glück haben) oder einfach auf Knien oder Rollbrettern rutschend am Straßenrand sind. Manche dieser Menschen sind einmal mit Klumpfüßen zur Welt gekommen, die nie behandelt, sondern eher in dunklen Hütten unter bunten Tüchern versteckt wurden.   

Dabei kann man diese meist angeborene Fußdeformität ohne allzu großen Aufwand erfolgreich therapieren- insbesondere wenn man frühzeitig mit der Behandlung anfängt- so dass die Füße voll funktionsfähig werden.

Und gerade dort wo die Füße so ein wichtiges Transportmittel ist fehlt das Geld und Know - How für eine Behandlung, welche die Menschen vor körperlicher Behinderung, und dem Betteln am Straßentrand bewahrt.

In Eritrea - einem von jahrelangen Kriegen gebeutelten Landstrich am Horn von Afrika-kommt der angeborene Klumpfuß besonders häufig vor. Eine geeignete und praktizierbare Behandlungsmöglichkeit für diese Kinder gibt es dort noch nicht.

PONTE will das ändern!

Die Klumpfußdeformität geht mit einer charakteristischen Fehlstellung des Fußskeletts und Verkürzung der Bänder und Sehnen einher. Sie kann- wenn sie frühzeitig als solche erkannt wird - durch manuelle Redression und anschließendes Anlegen von Gipsen in einer spezifischen Weise, suffizient behandelt werden. Somit kann ein aufwendiger operativer Eingriff am Fuß verhindert werden.  In den USA und seit rund zehn Jahren auch in Deutschland und Europa, erlebt eine eigentlich schon alte, konservative Methode der Klumpfußbehandlung eine Renaissance. Die sogenannte Ponseti-Methode, von einem spanischen Orthopäden aus Iowa bereits in den 50er Jahren entwickelt, lange Jahre jedoch wenig beachtet und seit Mitte der neunziger Jahre von den USA ausgehend wieder häufiger angewendet. Sie beinhaltet eine spezielle Art der Klumpfußkorrektur mit einem relativ standardisierten Behandlungsschema. Nach einer meist 6-9-wöchigen Gipsbehandlung mit wöchentlichen Gipswechseln schließt sich in ca. 80% der Fälle eine Durchtrennung der verkürzten Achillessehne an. Diese wird perkutan, also durch die Haut gemacht und ist damit ein minimal invasiver Eingriff, der in örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann. Abschließend wird ein weiterer Gips angelegt der für 3 Wochen belassen wird, damit die verlängerte Sehne einheilen kann.

Wenn dieser Gips abgenommen wird schließt sich direkt die Weiterbehandlung mit einer speziellen Schiene an, der sog. Fuß-Abduktion-Schiene, bestehend aus zwei Leder Schuhen, die in einem speziellen Winkel auf einer Eisenstange befestigt sind. Diese dient dazu das erreichte Korrekturergebnis der Füße nun auch zu halten, damit es gerade eben nicht zu einem sog. Rezidiv kommt. Deswegen muss die Schiene auch über drei Monate tags und nachts getragen werden und anschließend über 3-4 Jahre noch zur Nacht.  

Da der Klumpfuß ein bedeutendes kinderorthopädisches Krankheitsbild ist, gibt es zahlreiche Literatur über die verschiedenen Behandlungsformen- so auch über die Ponseti-Methode. Dabei konnte gezeigt werden, dass- bei konsequenter Durchführung- 80-90% aller Klumpfüße mit einem guten bis sehr guten Ergebnis behandelt werden können.

Sie ist damit der operativen Methode im Grunde genommen überlegen und bietet zudem noch den Vorteil dass sie deutlich kostengünstiger und somit auch in Ländern mit knappen finanziellen Ressourcen praktiziert werden kann.

Inzwischen ist sie weltweit zum Goldstandard in der Klumpfußbehandlung avanciert.

 

 

 

Dr. Katja von dem Busche | www.ponte-hilft.de